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Alte Handelsstraßen

Seit jeher bildet der - nordwest / südost - verlaufende Rotenberg eine natürliche Barriere für den Verkehr in Nord - Südrichtung. Gänzlich anders verhielt sich die Situation  für den Warenverkehr von West nach Ost.



Über den gesamten Kamm des Rotenbergs verläuft noch heute der Fastweg. Der Name entstand aus "Firstweg", was Höhenweg bedeutet (Gegenteil zum "Hellenweg" = Talweg).Dieser Fastweg ist ein Teilstück einer großen Fernstraße, die aus Mitteldeutschland kam und an den Rhein führte. In östlicher Richtung mündet er in die "Nordhäuser Straße", deren Verlauf östlich von Pöhlde noch nachweisbar ist.
 
 


Was auf beiden Seiten des Weges aussieht wie Gräben, ist in Wahrheit der ehemalige Verlauf vom Fastweg. Im Laufe der Zeit hatte sich diese alte Handelsstraße immer mehr eingetieft. Daraus entstanden Hohlwege, die, wenn sie zu tief und damit zu eng wurden, einfach in paralleler Richtung, an anderer Stelle als brauchbarer Weg, weitergeführt wurden. Bereits in der frühen Bronzezeit wurde dieser Weg für den Warenaustausch benutzt und blieb bestimmend für das Südharzvorland weit über das Mittelalter hinaus.

Warum nahm man nun die Mühe auf sich und transportierte seine Waren über den Kamm, also an höchster Stelle des Höhenzuges? Nun die Lösung ist einfach. In den Niederungen, nördlich und südlich, haben die Flüße Oder, Sieber und Rhume ihren Lauf. Bei Hochwasser verließen die Wasserläufe oft ihr Flußbett und traten häufig über die Ufer (wie die Rhume heute noch) ; so waren die Talauen versumpft und für den Fernverkehr kaum tauglich.

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