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Alte Gräber

Auf dem Kamm des Rotenberges befinden sich sowohl zahlreiche einzelne Grabhügel,
als auch drei Grabhügelfelder mit jeweils bis zu 12 Hügelgräbern.

Alle Gräber befinden sich entweder direkt neben dem Fastweg oder
zumindest in Sichtweite dieses alten Handelsweges.


Die landläufige Auffassung, daß diese Hügelgräber im Mittelalter entstanden, wobei Reisende ihre Verstorbenen an Ort und Stelle begruben um sich den mühseligen Weitertransport der Verschiedenen zu ersparen, sind widerlegt worden. In den siebziger Jahren wurde bei Ausgrabungen an einem solchen Grabhügel bei Pöhlde, zweifelsfrei durch Grabbeilagen nachgewiesen, daß die Hügelgräber aus der Bronzezeit stammen. Sie wurden also bereits um ca. 1700 - 800 v. Chr. Geb. angelegt.


Diese Grabfelder befanden sich im Bereich 400 m östlich oder westlich von bronzezeitlichen Siedlungen. Den Standort der zugehörigen Siedlungen im Rotenberg konnten bislang noch nicht lokalisiert werden. Ein Haus, allerdings aus der Steinzeit, konnte man nach Ausgrabungen im benachbarten Schwiegershausen rekonstruieren. Diese Häuser waren ca. 30 m lang und bestanden aus Pfosten als tragendes Gerüst und einer Dacheindeckung aus Stroh, Reet oder Baumrinde.

So, oder ähnlich sollte man sich die Häuser bronzezeitlicher Siedlungen vorstellen.


Zahlreiche Zeugnisse früher Siedlungstätigkeiten geben uns die Überreste von Wölbäckern , die man mit einiger Phantasie noch heute im Rotenberg entdecken kann.


Die Gräber wurden folgendermaßen aufgebaut:

Erst herrschte noch die Ganzkörperbestattung vor. Der Leichnam wurde auf ebener Erde in einem Baumsarg gelegt und mit Grassoden, Steinplatten, Steinen oder Rinde abgedeckt. Danach überhäufte man alles mit, im Umkreis vorkommender, Erde. Dieser so entstandene Hügel hatte zum Schluß eine Durchmesser von etwa 9 m, bei einer Höhe von einem Meter.

Zu dieser Zeit hatte man große Angst vor den Toten. Um eine "Wiederkehr" zu vermeiden, band man später zusätzlich die Gliedmaßen an den Körper. Noch später ging man zur Verbrennung des Körpers über und bestattete den Leichenbrand in einer Urne ebenfalls unter Grabhügeln.



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