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Das beweist eine Eintragung vom Juni 1606:
"Die alte Zaubersche --, die ist vor dem Kirchhof ohne Zeremonien begraben, weil sie des Landes verwiesen ward. Henni Winkel der 1602 seinen Schwiegervater erschlug sitzt, als ihm 1605 eine Tochter geboren wird, im Herzberger Gefängnis als ein Zauberer Verdächtiger". Der Tod des Mörders erfolgte 1606 in Hattorf. Buhlenus protokolliert ihn so: "Henni Winkel, parricida (Vatermörder), so taliter ein Wolfsgelüste hatte". Das heißt: Henni Winkel war dem allgemeinen Gerede nach ein Werwolf.

Zwei Werwolfsagen, die sich an die Stätten der untergegangenen Dörfer Fahrenbruch und Roitshausen knüpfen, sind heute noch im Ort lebendig. Aus der zahllosen Reihe unglücklicher Todesfälle eine kleine Auswahl aus dem Totenregister:

1531
"Am grünen Donnerstage Hartfelds Junge, so auf dem Osteröder Wege erfroren, begraben".
1610
"Matz Hakmann, Schulze zu Mevenstedt, jenseits Mühlhausen gelegen, alhier vor dem Rodenberge in der Laken jämmerlich ersoffen".
1688
"Paul Woden, welcher wegen Verwirrung des Hauptes 15 Jahr in Ketten verwahrlich gelegen".
1724
"Hans Barkens Hausfrau, Marie Elisabeth Schumann, als sie hinausgegangen, in der Leimengrube Leimen zu roden, ist sie von der Erde häufig überfallen, daß sie darüber ihren Geist elendiglich aufgeben müssen".
1806
"Vier Harzerinnen, nämlich Witwe Grund, 33 Jahr alt
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